Samstag, 13. Februar 2010
Chemie ist ja immer so eine Sache, meistens stinklangweilig (für mich zumindest) und auch die praktischen Stunden, waren bisher nicht so, dass sie mich vom Hocker gehauen hätten.
Angefangen mit der Destillation von Rotwein, über Bestimmung der Reaktionsenthalpie,Überprüfung der Leitfähigkeit, Titration von Essig bis hin zur Identifikation von Substanzen- Nichts war so aufregend wie unser gestriger Versuch.
Zunächst sind wir ganz harmlos mit der Fehling-Reaktion in unsere 1 1/2 Stunden Aldehydnachweisstunde gestartet. An sich war selbst dieser Versuch, wenn auch etwas aufwändiger als viele zuvor, eher langweilig.
Doch im Anschluss, durften wir uns freuen. Endlich ein Versuch, bei dem uns das Ergebnis nicht nur gefiel, sondern auch irgendwie verblüffte. Dazu hat sie uns auch noch versprochen, dass wir unsere Reagenzgläser mit nach Hause nehmen durften.
Also frisch ans Werk.
Den Bunsenbrenner wieder angeschmissen, Schutzbrillen auf und die Substanzen besorgt. Dann Silbernitrat mit konzentriertem Ammoniak gemischt und nach bilden eines leichten Niederschlags, solange Ammoniak hinzugegeben, bis dieser verschwand.
Als nächstes NaOH hinzugegeben, weil es ja alkalisch sein musste und dann 2-3 Spatelspitzen Glucose dazu. Alles gut vermischt und mit der Klammer über den Bunsenbrenner gehalten.
Anfänglich hatte ich ziemliche Angst davor, dass es wieder nicht klappen würde. Sobald es an den Bunsenbrenner geht, bin ich nämlich Experte im vermasseln der Versuche. Ging dann aber ja doch alles glatt. Ist nicht übergekocht und auch mein Ergebnis hat gestimmt.
Ich hatte ein Reagenzglas mit einem Silberspiegel bekommen.
Folgende Reaktion muss abgelaufen sein:
Und zum Schluss für die Anschaulichkeit noch ein Bild von meinem tollen Silberspiegel